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Der Zukunftsprozess nimmt Gestalt an

Große Chancen für die Dommusik
Der Zukunftsprozess nimmt Gestalt an
Der Zukunftsprozess nimmt Gestalt an
Eingang Dommusik © Dommusik Limburg

Der Domberg soll die neue Heimat der gesamten Limburger Dommusik werden. Dieses vom Domkapitel initiierte Vorhaben gestaltet sich sehr positiv. Ziel ist es, eine Vision der künftigen Dommusik, eine dazugehörige Organisationsstruktur und die musikalischen, pädagogischen, kreativen und spirituellen Angebote zu entwickeln. „Es handelt sich um eine umfassende Arbeit, viel ist zu berücksichtigen und zu bedenken. Sängerinnen und Sänger, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Eltern und Domkapitel befinden sich in einem spannenden Prozess“, so Weihbischof Löhr. Er zeigt sich sehr zuversichtlich, dass der eingeschlagene Weg von allen Akteuren in ihrer großen Breite mitgetragen und weiter mit viel Engagement entwickelt werde.

Kernstück des Gesamtkonzeptes ist eine Raumnutzung, die große Teile des Schlosses, das Obergeschoss der Domsakristei, das Dompfarrhaus und die Michaelskapelle umfasst. Zudem soll im Pfarrgarten ein multifunktionales Gebäude für die Dommusik errichtet werden, das aber auch von der Dompfarrei genutzt werden kann. Der Entwurf sieht vor, dass dieser Neubau etwa ein Drittel der Fläche des Pfarrgartens einnehmen und so platziert sein soll, dass der Garten zukünftig durch die Schaffung neuer Strukturen und Bepflanzungen – inklusive einer Dachbegrünung – einen ökologischen Mehrwert und gleichzeitig gut gestalteten Raum zum Aufenthalt bietet. Der alte Baumbestand bleibt weitgehend erhalten. Der gesamte Bau soll barrierefrei errichtet werden. Das bietet den Vorteil, dass zukünftig auch bei Pfarrveranstaltungen behindertengerechte Toiletten am Pfarrgarten zu finden sind. Dem Entwurf kann man entnehmen, dass sich das Gebäude durch eine leichte Bauweise und natürliche Materialien gut in das Gelände einfügt.

„Gerade die Baumaßnahme im Pfarrgarten wird von vielen kritisch gesehen“, erklärt Löhr. Das Landesamt für Denkmalpflege habe seine Bedenken schriftlich geäußert und empfehle, von einer Bebauung des Pfarrgartens abzusehen. „Diese Einwände werden bei den weiteren Planungen sehr ernst genommen. Wir werden aktiv auf die zuständigen Stellen auf Ebene der Stadt und des Landes zugehen und gemeinsam Optionen für den Pfarrgarten entwickeln“, sagt Löhr. Selbst wenn sich das Raumprogramm im Pfarrgarten nicht in der beabsichtigten Weise umsetzen lasse, erweise sich mehr und mehr das Konzept der Ansiedlung der gesamten Dommusik auf dem Domberg als der richtige Weg. Domchor, Mädchenkantorei und Domsingknaben sollen weiter gestärkt werden und nehmen bereits jetzt die Gelegenheit wahr, ihre Ideen und Vorschläge einzubringen. Als Ziel der Zusammenarbeit aller Beteiligten soll ein attraktives und zukunftsfähiges Angebot für den musikalischen Nachwuchs der Region geschaffen werden.

 

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