Limburger Domsingknaben

Mit Engelsstimmen

Für Klaus Knubben war dieses Adventskonzert sicher ein ganz besonderes: Es war wohl das letzte Adventskonzert der Domsingknaben mit ihm als musikalischem Leiter.

Hadamar. Alle zwei Jahre stehen die Domsingknaben im Altarraum der St.-Nepomuk-Kirche und stimmen ihre Zuhörer auf die Weihnachtszeit ein. Vor zwei Jahren habe das Konzert schon im Schatten eines Abschieds von Domkantor Klaus Knubben gestanden, diesmal sei es Zeit, „Ade“ zu sagen, sagte Thomas Laux, der Vorsitzende der Kulturvereinigung.

Die Domsingknaben stimmten ihre Zuhörer in der St.-Nepomuk-Kirche auf Weihnachten ein. Foto: Häring

Der Kommentar von Klaus Knubben: „seh’n wir mal“ lässt alles offen, doch es sieht nicht nach einem Rückzug vom Abschied aus. Und so bekam dieses Advents- und Weihnachtskonzert eine persönliche Bedeutung für den Dirigenten, der „seine“ Domsingknaben mit viel Einfühlungsvermögen auf dieses Konzert vorbereitet hatte.

Hochkonzentriert

Und die Zuhörer waren hochkonzentriert dabei. Zum Auftakt gab es „Machet die Tore weit“, eine sechsstimmige Motette von Andreas Hammerschmidt. Und auch mit den anderen Werken bereiteten die Domsingknaben mit ihren Engelsstimmen wunderbar auf Weihnachten vor. Zum Beispiel mit einer wunderschönen Vertonung von „O Heiland, reiß die Himmel auf“, ein Stück für zwei vierstimmige Chöre von Jan. K. Vodnansky (an der Orgel begleitet von Wilhelm Gries). Abgerundet wurde das Thema „Advent“ von zwei Orgelstücken: „Wachet auf, ruft uns die Stimme op 65, Nr. 33“ von Sigfrid Karg-Elert und von Max Reger op. 67, Nr. 41. An der großen Orgel saß Michael Loos.

Weihnachtlich wurde es dann mit„In dulci jubilo“ von Carl Thiel. Und als nach „Es ist ein Ros entsprungen“ von Donald Cashmore englische Weihnachtslieder von John Rutter zu hören waren, kam sogar so etwas Bewegung in die Besucher. „Child in a Manger“ „The very best time of year“, „Star Carol“, „Christmas Lullaby“, „Mary’s lullaby“ und „Candlelight Carol“ zeigten auf, dass auch diese Chorliteratur den Limburger Domsingknaben liegt und mit der gleichen Präzision unter der Führung von Klaus Knubben gesungen wird.

(kdh)