Limburger Domsingknaben

Bistum Limburg trauert um Klaus Knubben

Limburg. - Das Bistum Limburg trauert um Klaus Knubben. Der langjährige Domkantor und Leiter der Limburger Domsingknaben verstarb plötzlich und unerwartet am 15. März 2016. Er wurde 68 Jahre alt. "Die Nachricht vom plötzlichen Tod unseres früheren Domkantors hat uns heute Vormittag wie ein Blitz aus heiterem Himmel getroffen", erklärte Domdekan Prälat Dr. Günther Geis. "Wir sind erschüttert und trauern mit seiner Familie", so Geis. Als Domkantor und als Mensch habe Knubben Großes in Bistum geleistet. Musik sei seine Berufung gewesen: Musik zur Ehre Gottes und den Menschen zur Freude. "Mit seinem Tod haben wir eine Persönlichkeit verloren, die mit Leidenschaft, Überzeugung und Hingabe Generationen von jungen Sängern geprägt hat. Seine Musik in der Liturgie war vielen wie ein Fingerzeig in den Himmel", sagte Geis. "Unser Gebet und unsere Dankbarkeit gelten dem Verstorbenen und unsere Anteilnehme den trauernden Angehörigen, besonders seiner Ehefrau und den Kindern."

28 Jahre lang Leiter der Domsingknaben

Knubben hatte die Limburger Domsingknaben insgesamt 28 Jahre lang geleitet und sie maßgeblich zu ihrem internationalen Renommee geführt. Erst im Juli 2015 war der gebürtige Schwabe in den Ruhestand verabschiedet worden. "Sie haben es erreicht, dass die Limburger Domsingknaben weit über unser Land hinaus - bis hin zu Papst Benedikt XVI. - höchste Wertschätzung erfahren", hatte Domdekan Dr. Günther Geis den Chordirektor zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum gewürdigt. Knubben verstehe es, das Vertrauen der jungen Menschen zu gewinnen, deren Talente zu fördern und sie zu außergewöhnlichen Leistungen zu motivieren. Mit fundierten Fachkenntnissen, hoher musikalischer Kompetenz, Fingerspitzengefühl, Geduld und hohem persönlichen Einsatz, habe es Knubben geschafft, den Chor zu leiten und die Freude an der Musik, an der Liturgie und am Glauben weiterzugeben. In seiner Dienstzeit gestaltete Knubben mit den Domsingknaben weit mehr als 2000 Auftritte, Konzerte und Gottesdienste im In- und Ausland. Konzertreisen führten ihn mit den Domsingknaben in die ganze Welt.

Schon mit sieben Jahren im Chor

Von 1987 bis 2015 war Knubben Domkantor der Limburger Domsingknaben und für die musikalische Ausbildung und Leitung des Knabenchors verantwortlich. Seine Liebe zur Kirchenmusik hatte er bei den Rottweiler Münstersängerknaben entdeckt, wo er bereits mit sieben Jahren im Chor mitsang. Nach seinem Studium an der Musikhochschule in Trossingen leitete er die Münstersängerknaben 17 Jahre lang. Daneben war er Musiklehrer sowie als Dekanatskantor für die Aus- und Weiterbildung der Kirchenmusiker im Dekanat Rottweil zuständig. Als Stipendiat des Deutschen Musikrates erhielt er in den Jahren 1982 und 1983 bei Professor Hügler an der Musikhochschule in Trossingen die Ausbildung zum Kapellmeister.

"Im Glauben an das österliche Geheimnis, das er durch die Musik eindrucksvoll bezeugt hat, ist Klaus Knubben von uns gegangen. Das Bistum Limburg und das Domkapitel nehmen in Dankbarkeit von ihm Abschied", so Geis.